Norddeutschland muss Vorteile nutzen
Die Risiken und Chancen der aktuellen Energiepolitik erläutert Prof. Dr.-Ing. Bernhard Hoffschmidt bei der WTS in HamburgHamburg, 26.05.2011 – Die WTS Niederlassung Hamburg diskutiert auf dem Empfang zu ihrem vierten Geburtstag mit Vertretern aus Wirtschaft, Finanzen und Industrie ökonomische Rahmenbedingungen und technische Innovationen bei erneuerbaren Energien. Prof. Dr.-Ing. Bernhard Hoffschmidt erläutert das Thema „Risiken und Chancen der aktuellen Energiepolitik“. Die WTS ist eine der größten Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland. Erneuerbare Energien sind ein Schwerpunkt in der Beratung der WTS Hamburg.
Norddeutschland ist Pionierregion bei der Nutzung von Windkraft und könnte vom Boom der erneuerbaren Energien stark profitieren. Voraussetzungen sind Investitionen in die Modernisierung der Übertragungsnetze und optimale politische Bedingungen. „Bei Windpark-Investments – onshore wie offshore – darf es keinen Gegenwind vom Staat geben. Für Investoren sind neben der zukünftigen Ausgestaltung der Einspeisevergütungen ebenso die Rechtsform, die Investitions- und Finanzierungsstruktur und die Abschreibungsmöglichkeiten entscheidend“, so Eva Doyé, Rechtsanwältin, Steuerberaterin und Leiterin der WTS Niederlassung Hamburg.
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. In Zukunft wird dieser Trend wohl noch deutlich stärker, das geht aus einem vor kurzem veröffentlichten Bericht des Weltklimarates IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) hervor. Bis 2050 könnten fast 80 % des weltweiten Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien stammen.
Für den Offshore-Ausbau ist der Ausbau des Stromnetzes erforderlich. Prof. Dr.-Ing. Bernhard Hoffschmidt, Co-Direktor der Solarforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und Geschäftsführer der IA Tech GmbH, erläutert, wie das Energieproblem lösbar ist. Erneuerbare Energien sind nicht nur eine Frage von Versorgung und Umweltschutz. Sie beinhalten ein hohes Einsparungspotenzial. So kann bereits bei der Frage „weniger Energie oder andere Energie“ die Einbeziehung steuerrechtlicher Überlegungen von Nutzen sein. Dies trifft auch auf die Entscheidung über die Investitionen in neue Anlagen und Verfahren zu.
Isolierte Einzelmaßnahmen haben allerdings eine begrenzte Wirkung in Dauer und Umfang. Besser können Energieeffizienz und Energiebesteuerung gestaltet werden, wenn die Organisationsstruktur eines Unternehmens einer energiepolitischen Gesamtausrichtung folgt. Bereits heute kann Strom aus erneuerbaren Energien stromsteuerfrei sein. Da es jedoch keine reinen Ökostromnetze und -leitungen gibt, gilt dies nur für einen geringen Anteil der Unternehmen.
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Eva Doyé ist Rechtsanwältin, Steuerberaterin und Leiterin der WTS Niederlassung Hamburg

