Ökosteuer: Richtiges Signal an energieintensive Betriebe in Deutschland
WTS World Tax Service kritisiert „erhebliche Bürokratisierung“
Düsseldorf, 28. Oktober 2010 – „Der aktuelle Ökosteuer-Kompromiss der schwarz-gelben Regierungskoalition ist das richtige Signal an unsere Mandanten in der Industrie“, kommentiert Rechtsanwältin Dr. Karen Möhlenkamp vom WTS World Tax Service das am Donnerstag im Bundestag verabschiedete Haushaltsbegleitgesetz. „Scharf kritisieren müssen wir jedoch die erhebliche Mehrbelastung auf administrativer Seite.“
Dr. Karen Möhlenkamp gehört zu einer der größten deutschen Steuerberatungsgesellschaften. Bei der WTS in Düsseldorf leitet sie den Bereich Energie- und Stromsteuern und berät dazu große und mittelständische Unternehmen. Am meisten stört sie und ihre Mandanten am neuen Gesetz, dass Unternehmen des produzierende Gewerbes nun von ihrem Stromanbieter nicht mehr automatisch in einen ermäßigten Steuertarif eingeordnet werden dürfen. Ab 2011 müssen nachträglich Steuerentlastungsanträge gestellt werden. „Ich bezweifle, dass alle Mittelständler erkennen, dass sie ohne einen solchen Entlastungsantrag künftig mehr bezahlen werden“, warnt Dr. Möhlenkamp. „Außerdem halten wir das Einführen neuer Anträge für einen unnötigen Bürokratieaufbau.“ Auch beim so genannten Energie-Contracting, dem Weiterverkauf von Nutzenergie (selbst zum Beispiel bei der Weitergabe von Wasserdampf) werde künftig der Nachweis verlangt, dass der Abnehmer ebenfalls dem produzierenden Gewerbe angehört. „Solche Nachweise bedeuten einen unglaublichen Mehraufwand.“
Dagegen finden die Steuerentlastungen des heute beschlossenen Gesetzes aus Sicht des WTS World Tax Service großen Zuspruch in der deutschen Industrie. Gerade energieintensive Betriebe seien auf spürbare Entlastungen von der Ökosteuer angewiesen. „Da die Energie- und Stromkosten einen wesentlichen Anteil an den Produktionskosten ausmachen, war die finanzielle Seite der heutigen Bundestags-Entscheidung wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland.“, so Dr. Karen Möhlenkamp von der WTS. „Wir sahen erhebliche Mehrbelastungen auf unsere Mandanten bei der Energie- und Stromsteuer zukommen. Das ist gottseidank vom Tisch, weil es den Aufschwung gefährdet hätte.“
Die Koalition hatte ursprünglich vereinbart, Vergünstigungen bei der Ökosteuer in Höhe von 1,5 Milliarden Euro abzubauen. Die Wirtschaft warnte daraufhin vor dem Verlust hunderttausender Arbeitsplätze. Nun soll der Sockelbetrag, ab dem Unternehmen des produzierenden Gewerbes für eigenbetriebliche Zwecke eine Steuervergünstigung erhalten, von 512 auf 1.000 Euro angehoben werden – und nicht wie ursprünglich geplant auf 2.500 Euro. Die Spitzen von Union und FDP hatten sich am Sonntagabend darauf verständigt, energieintensive Unternehmen mit der Ökosteuer weniger stark zu belasten als geplant. Die Differenz macht nach Schätzungen der FDP eine halbe Milliarde Euro im Jahr für die Industrie aus.
Damit sich betroffene Firmen nach dem Bundestagsbeschluss rechtzeitig vor dem 1. Januar darauf einstellen können, bietet die WTS schon vor dem Passieren des Gesetzes durch den Bundesrat (26. November) einen Schnell-Check an. Damit erhalten die Unternehmen größtmögliche Planungssicherheit und die Möglichkeit zu bislang nicht genutzten Steueroptimierungen. Für den Schnell-Check ihres Energie- und Stromsteuer-Teams hat die WTS ein Beratungstelefon eingerichtet:
(0211) 200 50 817.
Am 26. November wirkt der WTS World Tax Service am 1. Deutschen Energiesteuertag beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) mit. Der BDI hatte im Rahmen der Ökosteuer-Debatte vor dem Verlust von bis zu 870.000 Jobs in Gießereien, Zementwerken oder der Chemieindustrie gewarnt.
Pressefotos und –materialien
Dr. Karen Möhlenkamp verantwortet den Bereich Energie- und Stromsteuer bei der WTS

